WILLKOMMEN IN BERLIN

Ein Aufklärungsfilm über die deutsche Hauptstadt

von Igor Paasch

Inhalt:

Was passiert in Berlin? Welche Menschen zieht die Stadt an? Ist Berlin wie New York? Ist die Ost-West-Thematik noch relevant? Hat Berlin seine Chancen seit dem Mauerfall genutzt? Ist der architektonische Wiederaufbau der Stadt gelungen? Warum sinken Berlins Einwohnerzahlen? Ist die Orientierung an den "Goldenen 20ern" sinnvoll? Ist das Berliner Meckern eine Diskurs-Form? Hat das, was sich auf Berlins roten Teppichen abspielt, etwas mit Glamour zu tun? Lohnt es sich, über diese und ähnliche Fragen nachzudenken?

Seit dem Mauerfall 1989 und der folgenden Wiedervereinigung Deutschlands befindet sich Berlin in einem Selbstfindungsprozess.

Heute tun Berliner Politiker, Presse und Stadtvermarkter so, als sei Berlin die aufregendste "Weltmetropole" überhaupt. Aber auch sonst scheinen immer mehr Berliner eine objektive Beurteilung der Hauptstadt abzulehnen.

Es ist wie verhext....

WILLKOMMEN IN BERLIN ist ein Interviewfilm, in dem hauptsächlich Menschen zu Wort kommen, die dem neuen sonderbaren Trend, den eigenen Status direkt mit dem Berlins zu verknüpfen, nicht folgen und sich statt dessen sowohl einen klaren Blick auf die Stadt bewahren, als auch eine authentische Meinung über sie erlauben.

Vor der Kamera schildern diese in Berlin lebenden Personen ihre Beobachtungen und Empfindungen darüber, wie weit die Stadt seit 1989 auf dem Weg zu sich selbst gekommen ist. Dabei blickt der Film vor allem auf die Unterschiedlichkeit, mit der Berlin von unseren Interview-Partnern wahrgenommen wird und untersucht, welche Rolle in diesem Zusammenhang deren jeweilige Herkunft und persönlichen Geschichten in und mit der Stadt spielen.

WILLKOMMEN IN BERLIN ist eine Gegendarstellung. Der Film besteht hauptsächlich aus Gesprächsfragmenten. Wie Mosaiksteine ergeben sie ein Stadtportrait, das ein in den Medien eher selten erwähntes Berlin zeigt.

WILLKOMMEN IN BERLIN ist ein Film über die Stadt als Projektionsfläche, die Fragwürdigkeit Berlins verlogener Selbstbespiegelung und die Kontraproduktivität des wunderlichen Anspruchs Weltstadt zu sein.

WILLKOMMEN IN BERLIN ist die Fortsetzung der Mitte-Dokumentation Let it Rock! von Igor Paasch und Frank Künster (Berlinale 2003)

 

Interviewpartner:

Maxim Biller (Schriftsteller), Rolf Eden (Immobilienmakler, Alt-Playboy), Michi Beck (Musiker und DJ / "Fantastischen Vier"), Michel Würthle ("Paris Bar"), Djamila Rowe (Nacktmodell und "Botschaftsluder"), Doris Schretzmayer (Schauspielerin), Ralf Schmerberg (Werbefilmer und Gründer von "Dropping Knowledge"), Roger Boyes (Berlin-Korrespondent der "Times"), Felix Theissen (Schauspieler), Axel Bauer (Drehbuchautor), Ulf Poschardt (Publizist), Peter Glückstein (Gastronom), Laura Schusinski (Modedesignstudentin) und anderen.

Sprecher: Peter Fitz

Produktion: Igor Paasch, Ralf Weber

Regie und Schnitt: Igor Paasch

Co-Produzent: Frank Künster

Mitarbeit: Florian Achleitner

Musik: Nathan McCree

Fertigstellung: November 2008

Länge: ca. 75 Minuten

 

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